HVG Germany: Hopfen

In Sachen Rückverfolgbarkeit und umfassender Kontrolle war und ist Hopfen in Deutschland ein Vorreiter für andere landwirtschaftliche Produkte. Die übersichtliche Struktur, die zusammenhängenden Anbaugebiete und die enge Kooperation zwischen Brauern, Regierung und Produzenten haben dazu beigetragen, dass Hopfen eines der am besten kontrollierten landwirtschaftlichen Produkte überhaupt ist. Der Hopfen in Deutschland übertrifft die höchsten gesetzlichen Anforderungen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, dieses hohe Niveau weiter zu verbessern.

Was aber sind Problemstoffe?
Landwirtschaftliche Produkte sind während der Vegetationsphase Umwelteinflüssen ausgesetzt, wodurch Kontaminationen resultieren können.
Zu den Umweltkontaminanten im Hopfen zählen Substanzen wie Metalle, Radionuklide und Pilzgifte. Weitere Stoffe sind beispielsweise Nitrat und Zink, die durch Bodendüngung in die Pflanze gelangen.
Die Unbedenklichkeit des Hopfens hinsichtlich dieser Stoffe wird jedes Jahr wieder belegt. Die Arbeit "Umweltkontaminanten Im Hopfen" nimmt dieses spezifische Thema unter die Lupe.

Pflanzenschutzmittel werden gezielt zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten eingesetzt. Mögliche Rückstände sind nicht das Ergebnis von Umweltkontaminationen.

Der deutsche Hopfen wird regelmäßig auf Pestizidrückstände untersucht. Die Handelshäuser und Behörden analysieren etwa 1/3 der gesamten Ernte. Mit Präventivmaßnahmen, guter fachlicher Praxis, Kooperation mit der Pflanzenschutzmittelindustrie und periodischen Screenings garantiert die deutsche Hopfenindustrie die Erfüllung der hohen Anforderungen, die an die Produkte gestellt werden.

In seiner Veröffentlichung "Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Hopfen ausgeschlossen" hat Bernhard Engelhard, Landesanstalt für Landwirtschaft, die Kernpunkte des umfassenden Überwachungssystem zusammengetragen.

Traceability und HACCP sind heute gesetzliche Vorgaben. In seiner Veröffentlichung: "Vom Hopfengarten bis zum Sudkessel" gibt Ludwig Hörmansperger, Hopfenring Hallertau, einen Einblick in diese Thematik.

Hopfen wird nicht direkt vom Verbraucher konsumiert, wie dies bei anderen landwirtschaftlichen Gütern der Fall ist, sondern dem Bier als Gewürz in kleinsten Mengen zugegeben. Auch diese tausendfache Verdünnung ist ein Grund dafür, dass der Hopfen bei der HACCP-Betrachtung in den Brauereien kein kritischer Faktor ist.

In einem Satz zusammengefasst kann man für Deutschland sagen:

Wir unternehmen in Deutschland alles, damit die Brauer auf der ganzen Welt ruhig schlafen können.