HVG Germany: Hopfen

 

Variable Kosten

Wie bei jeder Kostenrechnung definiert man zuerst die Kostenarten. Die folgenden Beispielrechnungen basieren auf den Arbeiten von Franz Brandl ( "Die Kosten im Hopfenanbau" ) und Jakob Münsterer ( "Kosten der Hopfenproduktion").

Variable Kosten sind Kosten, die von der Größe der angebauten Fläche und Menge direkt abhängig sind.
Je nach Betrieb fallen folgende variablen Kosten an:

  1. Düngung: Untersuchung des Bodens, Grünsaatdüngung und die gezielte chemische Düngung
  2. Pflanzenschutz: Notwendige Behandlungen gegen Krankheiten und Schädlinge
  3. Aufleitdraht: Die Drahtqualität ist wichtig für die Anleitung der Hopfen.
  4. Verbrauchsgüter: Wasser, Strom, Heizöl, Diesel, Schmierstoffe
  5. Variable Maschinenkosten: Ersatzteile und Instandhaltung
  6. Fremde Arbeitskosten: Im Frühjahr und zur Ernte sind fremde Arbeitskräfte notwendig.
  7. Versicherungen: Hagel, Sturm, Feuer für eigene Hopfen
  8. Produktionsabhängige Steuern
  9. Beiträge und Gebühren: Hopfenring, Hopfenpflanzerverband, etc.
  10. Eventuell zugepachtete Hopfenflächen

Das Pflanzenmaterial wird je nach Betrachter entweder den variable Kosten oder den Investitionskosten mit den dazugehörigen Abschreibungen zugeordnet. Wir schließen uns der Ansicht von Jakob Münsterer und der LfL an, die diese Kosten als Investition betrachten.
Als Beispiel dient hier das Jahr 2001. Der Mittelwert je nach Sorte in Euro / ha liegt zwischen 3.200 und 3.600 Euro.