HVG Germany: Hopfen

 

Einleitung

Produktionskosten von Hopfen
Die Produktion von Hopfen gestaltet sich aufwendig und ist mit viel Know-how und Investitionen verbunden. Die Situation der Hopfenbetriebe in Deutschland ist zudem sehr unterschiedlich.

wirtschaft_1_1Neben Betrieben, die sich auf die Produktion von Hopfen spezialisieren, gibt es Betriebe, die auch andere agronomische Bereiche abdecken. In der Hallertau beispielsweise bearbeitet jeder Pflanzer in Durchschnitt 13 ha (2009) – darunter Pflanzer, die weniger als 1 ha anbauen und Pflanzer die über 30 ha bestellen.
Einige Pflanzer sind spezialisiert auf Aromahopfen, andere auf Bittersorten, und viele bauen beide Sorten an. Die Böden auf denen diese Sorten wachsen sind wiederum unterschiedlich und beeinflussen den Ertrag. So haben einige Pflanzer die Möglichkeit den Hopfen zu bewässern und andere nicht. Auch das Alter der Hopfenbestände spielt eine Rolle. Die Qualität der Hopfen hat oberste Priorität. Um die gewünschte Qualität zu erzeugen, müssen Maßnahmen getroffen werden, die mit Kosten verbunden sind.
Wieviel kostet die Produktion von einem Kilo Hopfen? Wie läßt sich das Thema der Produktionskosten unter Brücksichtigung aller Faktoren angehen? 1. Wir betrachten die Produktion von Hopfen bereinigt von "hopfenfremden" Faktoren im Betrieb 2.

wirtschaft_1_2Wir unterteilen die Gesamtkosten in Kostenarten und betrachten diese einzeln. In den variablen Kosten gibt es z.B. Kostenstellen, die für alle Betriebe ähnlich sind 3. Erst in der Kalkulation, wie viel die Produktion eines Kilos kostet, berücksichtigen wir die Hopfensorte 4. Wir unterstellen Wiederbeschaffungswerte und Kapitalmarktzinsen sowie einen kalkulatorischen Unternehmerlohn um zu den Gesamtkosten zu kommen Die "Schlagkartei für Hopfen" ermöglicht einen Überblick über all diese unterschiedlichen Parameter. Aus ihr lässt sich auch der Einfluss der getätigten Maßnahmen auf die Hopfenqualität ablesen. Zum Verständnis: Ein "Schlag" Hopfen ist immer eine zusammenhängende Fläche einer Sorte, die über das Jahr gleich behandelt wurde. Die Grösse eines Schlages ist variabel und wird vom Pflanzer bestimmt.