HVG Germany: Hopfen

 

Ohne Technik wäre auch hier nichts möglich

Im Mittelpunkt der Hopfenernte steht die stationäre Pflückmaschine. Die Hopfenreben müssen mit 40 Fahrten je ha zur stationären Pflückmaschine auf den Betrieb gefahren werden. Die Pflücke und Reinigung des Hopfens erledigen die modernen Maschinen heute mit zwei Mann Bedienung. Mit der Pflücke ist die Ernte jedoch nicht abgeschlossen.

Optimale Behandlung des Hopfens nach der Pflücke

Der Hopfen ist Grüngut mit einem Wassergehalt von 80-85 % und muß, um den Verderb zu verhindern, sofort auf 11 % Wassergehalt getrocknet werden. Über Förderbänder wird dazu der Grünhopfen in die 14-15 m hohen Hopfendarren transportiert und bei einer Temperatur von 62-65° C in einer Zeit von 6 Stunden getrocknet. Der optimale Wassergehalt des Hopfens frisch aus der Darre liegt zwischen 9–10 %. Durch Belüftung mit Umluft werden die unterschiedlichen Wassergehalte des inhomogenen Hopfens ausgeglichen und es erfolgt zugleich ein Feuchteausgleich zwischen Spindel und Doldenblätter. Ziel sollte es sein, den Hopfen so zu trocknen, dass bereits nach der Belüftung mit Umluft der gewünschte Wassergehalt erreicht wird.

Ziele bei der Hopfentrocknung sind

Erhaltung der geernteten Hopfenqualität optimale und wirtschaftliche Trocknungsleistung

Dazu sollten folgende Grundsätze beachtet werden: Optimale Trocknungstemperatur, Optimale Luftgeschwindigkeit Geringe Schütthöhe Angepasste Trocknungsdauer.

Ziele der Konditionierung

- Hopfenqualität erhalten und sichern - Schonende Belüftung - Gleichmäßige Homogenisierung - Optimale Hopfenfeuchte - Optimale Belüftungszeit

Die Hopfenernte bedingt heute eine kostspielige und komplizierte Technik. Ein mittlerer Betrieb mit 15 ha Hopfen bräuchte für die Handpflücke 180 Hopfenzupfer. Mit einer modernen Erntetechnik kann er seinen Hopfen mit 4 Arbeitskräften ernten und trocknen. Allerdings braucht er dazu Erntemaschinen um ca. 125.000 EUR sowie ein Darr- und Lagergebäude mit Einrichtung im Wert von 150.000 EUR. Nur mit dieser modernen Technik ist der Hopfenpflanzer heute konkurrenzfähig. * © Auszug von der LfL- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft