HVG Germany: Hopfen

 

Das Jahr im Hopfenanbau: Der Boden*

 

Eine gute Bodenfruchtbarkeit ist wichtig

Bodenbearbeitung ist notwendig, damit der Hopfenstock Sommerwurzeln (Adventivwurzeln) bilden kann, das Unkraut vernichtet und der Boden gelockert und durchlüftet wird. Zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit wird im Juli zwischen die Reihen Raps eingesät. Der Raps bildet nach der Hopfenernte einen dichten Bewuchs und schützt den Boden vor Erosion. Gleichzeitig liefert er organische Masse für die Humusbildung und ist Ernährungsgrundlage für die Regenwürmer. Der Raps bleibt über den Winter stehen und wird im April, bevor er blüht, eingemulcht.
Versuche haben gezeigt, dass häufige Bodenbearbeitung zwar eine billige Unkrautbekämp-fung bedeutet, aber den Humusabbau und die Erosion fördert. Ziel der Bodenbearbeitung soll deshalb sein, die Humusvorräte zu schonen und dabei Unkraut zu bekämpfen. Dies bedeutet, so wenig Bodenbearbeitung wie möglich, aber trotzdem so viel wie nötig durchzuführen.

Begrünung zur Verringerung der Erosion und Nitratauswaschung

Hopfengärten in Hanglagen sind stark erosionsgefährdet. Pflanzenbewuchs kann die Bodenabschwemmung erheblich vermindern. Gleichzeitig verringert eine über den Winter stehende Gründüngung die Nitratauswaschung.

Die Düngung

Der Hopfen erzeugt innerhalb kurzer Zeit eine große Pflanzenmasse und entnimmt dabei dem Boden eine große Menge an Nährstoffen. Zur Erzielung eines dauerhaft hohen Ertrages ist es notwendig, daß diese Nährstoffe dem Boden wieder zugeführt werden. Regelmäßige Bodenuntersuchung ist die Voraussetzung für eine Düngung genau nach den Bedürfnissen des Hopfens. Außerdem ist zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit eine regelmäßige Zufuhr organischer Stoffe für die Humusbildung notwendig. Der Hopfenpflanzer düngt deshalb regelmäßig mit organischen Düngern und zur Ergänzung der fehlenden Nährstoffe mit mineralischen Düngemitteln.

Grundsätze der Düngemittelanwendung

  • Weitestgehende Nährstoffausnutzung durch gezielte Ausbringung hinsichtlich Zeit und Menge.
  • Vermeidung von Nährstoffverlusten über Grundwassereintrag, oberflächige Abschwemmung und gasförmige Verluste.
  • Geräte zur Düngerausbringung müssen eine genaue Mengendosierung, exakte Verteilung und verlustarme Ausbringung gewährleisten.



° © Auszug von der LfL- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft