HVG Germany: Hopfen

 

Hopfendolde

dolde_bild2Wenn der Hopfen Ende Juni/Anfang Juli Gerüsthöhe erreicht hat, beginnt er zu blühen. Die Blütezeit beträgt je nach Sorte und Wachstumsverhältnissen 3–4 Wochen. Der Übergang von der Blüte zur Dolde vollzieht sich allmählich. Die Zeit von der Ausdoldung bis zur Pflücke beträgt in der Regel 2–3 Wochen.

Im Verlauf der Ausdoldung bilden sich aus den Blütenständen die zusammengesetzten Dolden oder Zapfen. Dabei entwickeln sich aus der Blütenstandsachse die Spindeln, aus den Nebenblättern die Deckblätter, aus den Hoch- oder Tragblättern, von denen an jedem Blütchen eines sitzt, die Vorblätter. Der Fruchtknoten verkümmert bei Nichtbefruchtung, bei Befruchtung bildet er den Samen.

Die Spindel ist im Gegensatz zum glatten Stiel, dessen Fortsetzung sie darstellt, gewellt. Die Wellung ist sehr unterschiedlich. Die Beschaffenheit der Spindel ist ein Qualitätsmerkmal. "Feiner Hopfen" hat eine dünne Spindel mit enger Wellung. Dadurch wird auch ein guter Doldenschluss bewirkt.

An den etwa 10–12 Kniestellen der Spindel sitzen die Deckblätter und Vorblätter. Die Deckblätter sind am oberen Ende zugespitzt, die Vorblätter abgerundet. Funktionsmäßig sind die Deckblätter Schutzorgane und arm an Lupulindrüsen, die Vorblätter sind dagegen Flugorgane und sehr reich an Lupulindrüsen, vor allem am unteren Ende, an dem sich eine taschenartige Falte befindet.

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