HVG Germany: Hopfen

 

Anbaugebiet Tettnang

Die südlichste deutsche Hopfenbauregion liegt nördlich des Bodensees in Baden-Württemberg und konzentriert sich um die Stadt Tettnang. Die Geschichte des Hopfenbaus reicht bis in die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück; wirtschaftliche Bedeutung gewann er jedoch erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts.

Obwohl Tettnang nach Fläche und Erträgen nur ca. 5% des gesamten deutschen Hopfenbaus bestreitet, zählt es weltweit zu den führenden Anbietern hochfeinen Aromahopfens. Weit über die Grenzen hinaus hat sich Tettnang einen Namen gemacht. So schätzen Braumeister in aller Welt das "Grüne Gold" der Montfortstadt zur Verfeinerung ihrer Bierspezialitäten im "Premiumbereich".

Seit 1993 praktiziert die überwiegende Mehrzahl seiner Hopfenpflanzer den integrierten und kontrollierten Anbau und vermarktet unter dem Herkunfts- und Qualitätszeichen Baden-Württemberg. Im gleichen Jahr wurde auch die neutrale Qualitätsfeststellung etabliert. Der 4 km lange Hopfenlehrpfad und das in Tettnang- Siggenweiler gelegene "Tettnanger Hopfenmuseum" dokumentieren die lange, traditionsreiche Geschichte des Anbaugebietes. Seit 2010 wird der Tettnanger Hopfen bei der Europäischen Union als geschützte geografische Angabe (ggA) geschützt.

 

2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Anbaufläche in ha 1 200 1 220 1 233 1 250 1 226 1 222

Gesamtertrag in t 1 424 1 614 1 836 1 611 1 798 1 783

Durchschnittsertrag in t/ha 1,19 1,32 0,49 1,29 1,47 1,46

Anteil am dt. Gesamtertrag in % 5,00 5,02 5,86 5,14 5,25 4,68



Anbaufläche in ha
Hauptsorten 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Tettnanger 751 725 731 765 772 776

780

780
Hallertauer 404 378 369 302 284

263

260

250

Quelle: EU-Berichte, HVG, Mehop

Ertrag in t
Hauptsorten 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Tettnanger 864 945 1 041 893 1 016 976

Hallertauer 482 498 546 390 416 354

Quelle: EU-Berichte, HVG, Mehop