HVG Germany: Hopfen

 

Anbaugebiet Elbe-Saale

Das mitteldeutsche Anbaugebiet Elbe-Saale gehörte bis 1989 zur Deutschen Demokratischen Republik; es umfasst mehr als 50 Hopfenstandorte in den heute bundesdeutschen Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, angesiedelt um die beiden Flüsse Elbe und Saale. Der Hopfenbau hat hier eine bis ins 11. Jahrhundert zurückreichende Tradition und war vor allem im Mittelalter von großer Bedeutung. Mit der Verlagerung der deutschen Hopfenproduktion im 17. Jahrhundert nach Süden folgten erhebliche Rückschläge. Der Neubeginn erfolgte in den 50er Jahren; zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung wurde im Anbaugebiet Elbe-Saale bereits wieder auf 2.300 ha Hopfen angebaut. Große Betriebseinheiten (ca. 40 Betriebe) kennzeichnen dieses Anbaugebiet. Umfangreiche Neuinvestitionen, verbesserte Anbaumethoden und die Umstellung auf marktgängige Bitterhopfen, insbesondere Hochalphasorten, kennzeichneten die weitere Entwicklung des Anbaugebietes.

2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Anbaufläche in ha 1 284 1 321 1 383 1 375 1 379 1 390

Gesamtertrag in t 2 251 2 698 2 830 2 663 2 631 2 882

Durchschnittsertrag in t/ha 1,75 2,04 2,05 1,94 1,91 2,07

Anteil am dt. Gesamtertrag in % 7,90 8,39 7,13 8,50 7,69 7,56

 

Anbaufläche in ha
Hauptsorten 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Hallertauer Magnum 831 827 842 844

854

866
Herkules 13 84 133 134 136 134

 

Perle 128 132 147 150 152 153

Quelle: EU-Berichte, HVG, Mehop

Ertrag in t
Hauptsorten 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Hallertauer Magnum 1 639 1 831 1 895 1 550 1 687 1 746

Herkules 8 89 244 406 291 398

Perle 182 252 245 288 268 315

Quelle: EU-Berichte, HVG, Mehop